Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)



Bildnachweis Titelbild siehe unten

Ich, die Magerwiesen-Margerite, sehe auf den ersten Blick aus wie ein riesiges Gänseblümchen. Trockene Standorte auf Wiesen und in Säumen mag ich besonders gerne. Hier stehe ich manchmal gesellig in größeren Gruppen zusammen. Meine Blütenstände, in denen jeweils Hunderte kleine gelbe Röhrenblüten sitzen, locken allerlei Insekten an. Vor allem Käfer, Fliegen und Falter kommen bei mir vorbei. Insgesamt wurden über 130 an meinen Blättern, Blüten, Samen oder Wurzeln futternde oder in meinen Stängeln lebende Insektenarten gezählt, darunter auch einige Käfer.

Im Garten bereite ich dir vor allem auf einer sonnigen, wilden Wiese große Freude. Hier kannst du mich wunderbar mit dem Langblättrigen Ehrenpreis (Veronica longifolia) und dem Weidenblättrigen Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium) zusammen ansiedeln. Ich wachse aber auch sehr gut in einem Blumentopf auf dem Balkon. Wie mein Name sagt, bevorzuge ich eher trockene und nährstoffarme Standorte. Auf saftigeren Wiesen findest du meine Verwandte, die Fettwiesen-Margerite (Leucanthemum ircutianum).       

In der Landwirtschaft findest du mich nicht auf den typischen Löwenzahnwiesen. Ich brauche eher magerere Böden und wachse nur auf nicht stark genutzten Wiesen und Weiden. In der Natur kommt dies gar nicht mehr so häufig vor. Deshalb sind solch bunt blühenden Wiesen auch etwas Besonderes und werden von Bioland-Betrieben gut gepflegt.   


Steckbrief Magerwiesen-Margerite
>> mehrjährige Staude
>> 30 cm bis 60 cm hoch wachsend
>> Blüte von Juni bis Oktober
>> Standort: trocken, nährstoffarm und sonnig bis halbschattig
Tipp: Die Margerite ist gut zum Vasenschnitt geeignet und bildet nach dem Schnitt neue Blüten.

Vielen Dank für 334 Stimmen!

Die Abstimmung ist beendet.

Ich, der Braunrötliche Spitzdeckenbock, würde die
Magerwiesen-Margerite wählen!

Magerittenblüte mit Käfern

Mein Leben hat als Ei begonnen, das meine Eltern in totes Holz, zum Beispiel von Eichen, gelegt haben. Nachdem ich geschlüpft bin, habe ich selbständig Gänge in das Holz gefressen. Meine Entwicklungszeit zog sich bis in den Herbst. Verpuppt habe ich mich aber erst im darauffolgenden Frühling. In all der Zeit bestand die Gefahr, dass ich von Schlupfwespen parasitiert werde. Das ist zum Glück nicht passiert, deswegen fliege ich nun von etwa Mai bis August mit Vorliebe Korbblütler an, wie zum Beispiel die Margerite, und suche dort Nahrung. Dabei sind mir warme Standorte am liebsten. Weil ich so gerne auf Margeriten im sonnigen Blütenmeer sitze, gebe ich ihr meine Stimme!    

Gestaltung Titelbild: Birgit Oesterle, Fotos (freigestellt): Blumen: envato; iStock / ilietus; Käfer: Gail Hampshire from Cradley, Malvern, U.K, CC BY 2.0, Wikimedia Commons

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