Bildnachweis Titelbild siehe unten
Die Hundsrose hat wenig mit dem namensgebenden Vierbeiner zu tun, vielmehr handelt es sich bei „hunds“ um einen altertümlichen Wortzusatz im Sinne von „gemein, gewöhnlich“. Eine gewöhnliche Rose ist sie also, die Hundsrose. Und gleichzeitig die häufigste Wildrose in Mitteleuropa.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben schrieb im Jahr 1843 ein Kinderlied, in dem sie noch heute häufig besungen wird: „Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm. Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um. Sagt, wer mag das Männlein sein, das da steht im Wald allein mit dem purpurroten Mäntelein?“ Das purpurrote Mäntelein, die Frucht der Hundsrose, die Hagebutte, ist äußerst vitaminreich, vor allem Vitamin C ist reichlich enthalten. Doch nicht nur mit gesunden Inhaltsstoffen konnten Hagebutten in der Vergangenheit punkten. Frühere Generationen sollen ihre Kerne beim ein oder anderen Streich als Juckpulver verwendet haben, die feinen Härchen daran führten zum gewünschten Effekt.
Die Hundsrose kommt an vielen Standorten vor, von lichten Waldrändern über Steinbrüche und Straßenränder bis hin zu Trocken- und Magerrasen. Sie wird bis zu drei Meter hoch, mit Kletterhilfe durch angrenzende Gehölze schafft sie es auch höher. Sagenhafte 300 Jahre kann sie alt werden – genug Zeit, um Märchenschlösser zu umranken.
80 Pilzarten und 176 pflanzenfressende Insektenarten ernähren sich von der Hundsrose, zehn Wildbienenarten nutzen ihren Pollen zur Verproviantierung ihrer Nistzellen. Hinzu kommen Vögel und Säugetiere, die die leuchtend roten Hagebutten verzehren.
Der Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata) ist oft auf ihren zart rosafarbenen Blüten beim Pollenschmaus zu finden. Die Larven der Blauschwarzen Rosen-Bürstenhornblattwespe (Arge pagana) fressen häufig zu mehreren an einem Hundsrosenblatt. Und wer rosafarbene, filigrane Gebilde an seiner Hundsrose findet, hat ziemlich sicher die Gemeine Rosengallwespe (Diplolepis rosae) zu Gast, deren Larven sich in diesen Rosengallen entwickeln.
Bekommt die Hundsrose Ihre Stimme?
Die an vielen Standorten vorkommende gewöhnliche Rose produziert im Laufe ihres langen Lebens eine große Anzahl vitaminreicher Früchte und wird von 176 pflanzenfressenden Insektenarten als Nahrungsquelle genutzt.
Bildnachweise siehe unten
Welche Gehölze stehen noch zur Wahl?
Gefährdet – Gemeiner Wacholder (Juniperus communis)
Holla die Waldfee – Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
Früh gefragt – Sal-Weide (Salix caprea)
Wunschbaum – Gemeine Hasel (Corylus avellana)
Bildnachweis (oben): Birgit Helbig
Quelle der Zahlen: Ellis WN (2001-2026): Plant parasites of Europe: leafminers, galls and fungi. https://bladmineerders.nl (consulted March 31, 2026).
Bildnachweise Collage: Hundsrose: Cultureel Gelderland, CC0, via Wikimedia Commons
Goldglänzender_RosenkäferI: Chrumps, CC BY-SA 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/, via Wikimedia Commons
Rosenblattwespe: Karsten Mody
Gemeine Rosengallwespe: Birgit Helbig
Bildnachweis Titelbild siehe unten
Die Hundsrose hat wenig mit dem namensgebenden Vierbeiner zu tun, vielmehr handelt es sich bei „hunds“ um einen altertümlichen Wortzusatz im Sinne von „gemein, gewöhnlich“. Eine gewöhnliche Rose ist sie also, die Hundsrose. Und gleichzeitig die häufigste Wildrose in Mitteleuropa.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben schrieb im Jahr 1843 ein Kinderlied, in dem sie noch heute häufig besungen wird: „Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm. Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um. Sagt, wer mag das Männlein sein, das da steht im Wald allein mit dem purpurroten Mäntelein?“ Das purpurrote Mäntelein, die Frucht der Hundsrose, die Hagebutte, ist äußerst vitaminreich, vor allem Vitamin C ist reichlich enthalten. Doch nicht nur mit gesunden Inhaltsstoffen konnten Hagebutten in der Vergangenheit punkten. Frühere Generationen sollen ihre Kerne beim ein oder anderen Streich als Juckpulver verwendet haben, die feinen Härchen daran führten zum gewünschten Effekt.
Die Hundsrose kommt an vielen Standorten vor, von lichten Waldrändern über Steinbrüche und Straßenränder bis hin zu Trocken- und Magerrasen. Sie wird bis zu drei Meter hoch, mit Kletterhilfe durch angrenzende Gehölze schafft sie es auch höher. Sagenhafte 300 Jahre kann sie alt werden – genug Zeit, um Märchenschlösser zu umranken.
80 Pilzarten und 176 pflanzenfressende Insektenarten ernähren sich von der Hundsrose, zehn Wildbienenarten nutzen ihren Pollen zur Verproviantierung ihrer Nistzellen. Hinzu kommen Vögel und Säugetiere, die die leuchtend roten Hagebutten verzehren.
Der Goldglänzende Rosenkäfer (Cetonia aurata) ist oft auf ihren zart rosafarbenen Blüten beim Pollenschmaus zu finden. Die Larven der Blauschwarzen Rosen-Bürstenhornblattwespe (Arge pagana) fressen häufig zu mehreren an einem Hundsrosenblatt. Und wer rosafarbene, filigrane Gebilde an seiner Hundsrose findet, hat ziemlich sicher die Gemeine Rosengallwespe (Diplolepis rosae) zu Gast, deren Larven sich in diesen Rosengallen entwickeln.
Bekommt die Hundsrose Ihre Stimme?
Die an vielen Standorten vorkommende gewöhnliche Rose produziert im Laufe ihres langen Lebens eine große Anzahl vitaminreicher Früchte und wird von 176 pflanzenfressenden Insektenarten als Nahrungsquelle genutzt.
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Welche Gehölze stehen noch zur Wahl?
Gefährdet – Gemeiner Wacholder (Juniperus communis)
Holla die Waldfee – Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
Früh gefragt – Sal-Weide (Salix caprea)
Wunschbaum – Gemeine Hasel (Corylus avellana)
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Bildnachweis (oben): Birgit Helbig
Quelle der Zahlen: Ellis WN (2001-2026): Plant parasites of Europe: leafminers, galls and fungi. https://bladmineerders.nl (consulted March 31, 2026).
Bildnachweise Collage: Hundsrose: Cultureel Gelderland, CC0, via Wikimedia Commons
Goldglänzender_RosenkäferI: Chrumps, CC BY-SA 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/, via Wikimedia Commons
Rosenblattwespe: Karsten Mody
Gemeine Rosengallwespe: Birgit Helbig