Gemeine Hasel

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Blüht die Gemeine Hasel, beginnt der phänologische Vorfrühling. Weibliche und männliche Blüten des auf Windbestäubung angewiesenen Strauchs sitzen an der gleichen Pflanze. Damit möglichst viele weibliche Blüten bestäubt werden, produziert die Hasel zum Leidwesen von Heuschnupfengeplagten extra-große Pollenmengen.

Die Gemeine Hasel war nach der letzten Eiszeit vor 9000 Jahren für lange Zeit das häufigste Gehölz in Mitteleuropa und damit bedeutende Nahrungsquelle. Einige Wissenschaftler*innen bezeichnen einen Zeitraum von einigen hundert Jahren aus dieser Zeit daher sogar als Haselzeit. Später besagte ein Glaube, dass Zweige der Hasel Häuser vor Blitzen und Menschen vor Schlangen und Hexen schützen würden. Wünschelruten aus Haselzweigen wurden als Routenplaner bei der Schatzsuche genutzt.

Die Gemeine Hasel kann sieben Meter hoch und um die 80 Jahre alt werden. Sie bildet Gebüsche an nährstoffreichen Rändern von Laubmischwäldern und wird oft in Landschaftshecken gepflanzt. Ganze 170 Pilzarten und 368 pflanzenfressende Insektenarten ernähren sich von der Gemeinen Hasel.

Der Haselnussbohrer (Curculio nucum), ein Rüsselkäfer, legt seine Eier an unreife Nusskerne, nachdem er zuvor ein winziges, kreisrundes Loch in die Schale gebohrt hat. Die streng geschützte Haselmaus (Muscardinus avellanarius) – unser kleinster einheimischer Bilch – bevorzugt Haselnüsse, um sich Energie für ihren ultralangen Winterschlaf anzufressen.

Auch bei vielen anderen heimischen Nagetieren ist die Haselnuss äußerst beliebt. Ihre Zähne sind perfekt zum Knacken der harten Schale geeignet. Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) lassen sich gut beim Haselnussernten beobachten, während andere Nuss-Esser heimlicher zu Werke gehen. Mancher Nussknacker lässt sich anhand von leeren Haselnussschalen bestimmen.

Bekommt die Gemeine Hasel Ihre Stimme?

Die Blüte des Namensgebers für die Haselzeit läutet den Vorfrühling ein, Nagetiere knacken ihre energiereichen Nüsse und der Strauch ernährt 368 pflanzenfressende Insektenarten.

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Welche Gehölze stehen noch zur Wahl?

Gefährdet – Gemeiner Wacholder (Juniperus communis)

Holla die Waldfee – Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

Früh gefragt – Sal-Weide (Salix caprea)

Gewöhnlich – die Hundsrose (Rosa canina)

Bildnachweis: Agnes Monkelbaan, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

Quelle der Zahlen: Ellis WN (2001-2026): Plant parasites of Europe: leafminers, galls and fungi. https://bladmineerders.nl (consulted March 31, 2026).

Bildnachweise Collage: Gemeine Hasel: H. Zell, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

Gemeine Haselmaus: Emanuele Santarelli, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

Gemeiner Haselbohrer: entomart/ Jeffdelonge, via Wikimedia Commons

Eurasisches Eichhörnchen: Romzig, CC0, via Wikimedia Commons

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