Bildnachweis Titelbild siehe unten
Fruchtbarkeit, Ernteglück und Schutz versprachen sich die Germanen vom Schwarzen Holunder. In ihm wohnte ihrem Glauben nach Göttin Holla, zuständig für Wetter und Jahreszeiten. Daher auch der oft verwendete Name Hollerbusch. Wer ihn beschädigte, sollte mit Unglück bestraft werden. In Norddeutschland wird der Schwarze Holunder häufig Flieder genannt, was sprachlich manches Mal zu Verwechslungen mit dem Gemeinen Flieder (Syringa vulgaris) führt. Doch spätestens, wenn von Fliederbeeren die Rede ist, wird meistens klar, um welches Gewächs es geht.
Die weißen, duftenden Blütendolden des Schwarzen Holunders laden ab Mai zum intensiven Schnuppern ein. In der Dämmerung wirkt es fast, als würden sie leuchten. Nektar gibt es hier keinen, dafür leicht erreichbaren Pollen. Was dazu führt, dass die Blüten sehr gern von unterschiedlichen Käfern besucht werden, die sich den Pollensnack nicht entgehen lassen. Die rotschwarzen Früchte enthalten in Fruchtfleisch und Kernen das giftige Sambunigrin, daher: Bitte nicht naschen. Außer man ist ein Vogel, aber dazu später mehr.
Der Schwarze Holunder bevorzugt einen nährstoffreichen Boden in Hecken und an feuchten Waldrändern. Dort kann er bis zu sieben Meter groß und 100 Jahre alt werden. 70 pflanzenfressende Insektenarten wurden an ihm nachgewiesen. Hinzu kommt eine Vielzahl von Vogelarten, auf deren Speiseplan die Beeren stehen. Besonders die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) lässt sich ziemlich sicher beobachten, wenn reife Holunderbeeren am Strauch hängen und Mönchsgrasmücken in der Nähe sind. Dass Holunderbeeren auch zum Färben geeignet sind, merken Autofahrer, die in der Nähe eines von hungrigen Vögeln besuchten Schwarzen Holunders geparkt haben, rasch.
Viele Läuse haben sich an spezielle Pflanzenarten angepasst, so zum Beispiel die Schwarze Holunderblattlaus (Aphis sambuci) an den – man ahnt es – Schwarzen Holunder. Dort ist sie sehr häufig und in großer Anzahl zu finden, ohne dem Holunder zu schaden. Ebenfalls häufig am Holunder zu finden sind die Fruchtkörper des Judasohrs (Auricularia auricula-judae), auch Holunderpilz genannt – eine von insgesamt 52 am Schwarzen Holunder nachgewiesenen Pilzarten.
Bekommt der Schwarze Holunder Ihre Stimme?
Der Hollerbusch mit den Fliederbeeren bittet an duftenden Blütendolden Käfer zu Tisch, seine Beeren mit Färbekraft sind wichtige Nahrung für Vögel und er ernährt 70 pflanzenfressende Insektenarten.
Bildnachweise siehe unten
Welche Gehölze stehen noch zur Wahl?
Gefährdet – Gemeiner Wacholder (Juniperus communis)
Wunschbaum – Gemeine Hasel (Corylus avellana)
Früh gefragt – Sal-Weide (Salix caprea)
Gewöhnlich – die Hundsrose (Rosa canina)
Bildnachweis (oben): W. Bulach, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons
Quelle der Zahlen: Ellis WN (2001-2026): Plant parasites of Europe: leafminers, galls and fungi. https://bladmineerders.nl (consulted March 31, 2026).
Bildnachweise Collage: Schwarzer Holunder: Willow, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons
Mönchsgrasmücke: Ron Knight from Seaford, East Sussex, United Kingdom, CC BY 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by/2.0, via Wikimedia Commons
Judasohr: Agnes Monkelbaan, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons
Schwarze Holunderblattlaus: Jesse Rorabaugh, CC0, via Wikimedia Commons
Bildnachweis Titelbild siehe unten
Fruchtbarkeit, Ernteglück und Schutz versprachen sich die Germanen vom Schwarzen Holunder. In ihm wohnte ihrem Glauben nach Göttin Holla, zuständig für Wetter und Jahreszeiten. Daher auch der oft verwendete Name Hollerbusch. Wer ihn beschädigte, sollte mit Unglück bestraft werden. In Norddeutschland wird der Schwarze Holunder häufig Flieder genannt, was sprachlich manches Mal zu Verwechslungen mit dem Gemeinen Flieder (Syringa vulgaris) führt. Doch spätestens, wenn von Fliederbeeren die Rede ist, wird meistens klar, um welches Gewächs es geht.
Die weißen, duftenden Blütendolden des Schwarzen Holunders laden ab Mai zum intensiven Schnuppern ein. In der Dämmerung wirkt es fast, als würden sie leuchten. Nektar gibt es hier keinen, dafür leicht erreichbaren Pollen. Was dazu führt, dass die Blüten sehr gern von unterschiedlichen Käfern besucht werden, die sich den Pollensnack nicht entgehen lassen. Die rotschwarzen Früchte enthalten in Fruchtfleisch und Kernen das giftige Sambunigrin, daher: Bitte nicht naschen. Außer man ist ein Vogel, aber dazu später mehr.
Der Schwarze Holunder bevorzugt einen nährstoffreichen Boden in Hecken und an feuchten Waldrändern. Dort kann er bis zu sieben Meter groß und 100 Jahre alt werden. 70 pflanzenfressende Insektenarten wurden an ihm nachgewiesen. Hinzu kommt eine Vielzahl von Vogelarten, auf deren Speiseplan die Beeren stehen. Besonders die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) lässt sich ziemlich sicher beobachten, wenn reife Holunderbeeren am Strauch hängen und Mönchsgrasmücken in der Nähe sind. Dass Holunderbeeren auch zum Färben geeignet sind, merken Autofahrer, die in der Nähe eines von hungrigen Vögeln besuchten Schwarzen Holunders geparkt haben, rasch.
Viele Läuse haben sich an spezielle Pflanzenarten angepasst, so zum Beispiel die Schwarze Holunderblattlaus (Aphis sambuci) an den – man ahnt es – Schwarzen Holunder. Dort ist sie sehr häufig und in großer Anzahl zu finden, ohne dem Holunder zu schaden. Ebenfalls häufig am Holunder zu finden sind die Fruchtkörper des Judasohrs (Auricularia auricula-judae), auch Holunderpilz genannt – eine von insgesamt 52 am Schwarzen Holunder nachgewiesenen Pilzarten.
Bekommt der Schwarze Holunder Ihre Stimme?
Der Hollerbusch mit den Fliederbeeren bittet an duftenden Blütendolden Käfer zu Tisch, seine Beeren mit Färbekraft sind wichtige Nahrung für Vögel und er ernährt 70 pflanzenfressende Insektenarten.
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Welche Gehölze stehen noch zur Wahl?
Gefährdet – Gemeiner Wacholder (Juniperus communis)
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Früh gefragt – Sal-Weide (Salix caprea)
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Quelle der Zahlen: Ellis WN (2001-2026): Plant parasites of Europe: leafminers, galls and fungi. https://bladmineerders.nl (consulted March 31, 2026).
Bildnachweise Collage: Schwarzer Holunder: Willow, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons
Mönchsgrasmücke: Ron Knight from Seaford, East Sussex, United Kingdom, CC BY 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by/2.0, via Wikimedia Commons
Judasohr: Agnes Monkelbaan, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons
Schwarze Holunderblattlaus: Jesse Rorabaugh, CC0, via Wikimedia Commons