Am 22. Mai wird weltweit der Internationale Tag der Biodiversität
begangen. Der Aktionstag geht auf das Übereinkommen über die biologische Vielfalt zurück,
das 1992 auf der UN-Umweltkonferenz in Rio de Janeiro verabschiedet wurde. Wie dringlich
der Schutz der biologischen Vielfalt ist, wird auch in Deutschland deutlich.
Biodiversität in Gefahr
Besonders bei Insekten sind vielerorts starke Rückgänge dokumentiert. Studien belegen, dass
die Biomasse von Fluginsekten in Deutschlands Schutzgebieten um mehr als 70 Prozent
abgenommen hat – und das innerhalb weniger Jahrzehnte. Auch andere Artengruppen geraten
zunehmend unter Druck. Hierzulande sind Amphibien (mit über 50 Prozent
bestandsgefährdeten Arten) und Reptilien (mit über 60 Prozent bestandsgefährdeten Arten)
die am stärksten bedrohten Artengruppen. Selbst der früher weit verbreitete Grasfrosch steht
inzwischen auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Umso wichtiger sind vielfältige Lebensräume,
auch in der Stadt.
Naturgärten schützen
Biodiversität umfasst die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten und die Vielfalt ihrer
Lebensräume. Der Verlust von Lebensräumen ist eine der Hauptursachen für den
Artenrückgang – in Deutschland und weltweit. Deswegen leisten naturnahe Gärten einen
wichtigen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt. Heimische Pflanzen, kleine Gewässer,
offene Bodenstellen, Naturstein und Totholz – all das bietet Insekten, Amphibien, Reptilien
und vielen anderen Tieren Nahrung, Verstecke und Kinderstuben. Naturgärten zeigen, dass
Biodiversität nicht nur in Schutzgebieten entsteht, sondern auch direkt vor der eigenen
Haustür. Je strukturreicher ein Garten ist, desto mehr Tiere und Pflanzen finden darin eine
Heimat.
“In der freien Natur bleibt uns nur das stille Beobachten mit geringer Möglichkeit zur
Einflussnahme. In unseren Gärten und auf anderen von uns betreuten Flächen
gestalten wir selbst. Wir beobachten, ziehen Schlüsse, richten unser Handeln danach“,
sagt Stephanie Stark, Vorstandsmitglied des NaturGarten e.V.
Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten sind naturnah gestaltete Flächen wertvolle
Trittsteine für Tiere und Pflanzen. Sie verbinden Lebensräume miteinander und helfen Arten,
sich in einer zunehmend intensiv genutzten Landschaft zu halten. Mehr als 50
Regionalgruppen des NaturGarten e.V. sind bundesweit regional vor Ort aktiv, um naturnahes
Gärtnern bekannter zu machen.
Der Internationale Tag der Biodiversität erinnert uns daran, dass der Schutz der biologischen
Vielfalt eine gemeinsame Aufgabe ist. Naturgärten zeigen ganz praktisch, wie jeder Mensch
im Alltag dazu beitragen kann: durch heimische Pflanzen, eine strukturreiche Gestaltung –
und den Mut, der Natur wieder mehr Raum zu lassen.
Am 22. Mai wird weltweit der Internationale Tag der Biodiversität
begangen. Der Aktionstag geht auf das Übereinkommen über die biologische Vielfalt zurück,
das 1992 auf der UN-Umweltkonferenz in Rio de Janeiro verabschiedet wurde. Wie dringlich
der Schutz der biologischen Vielfalt ist, wird auch in Deutschland deutlich.
Biodiversität in Gefahr
Besonders bei Insekten sind vielerorts starke Rückgänge dokumentiert. Studien belegen, dass
die Biomasse von Fluginsekten in Deutschlands Schutzgebieten um mehr als 70 Prozent
abgenommen hat – und das innerhalb weniger Jahrzehnte. Auch andere Artengruppen geraten
zunehmend unter Druck. Hierzulande sind Amphibien (mit über 50 Prozent
bestandsgefährdeten Arten) und Reptilien (mit über 60 Prozent bestandsgefährdeten Arten)
die am stärksten bedrohten Artengruppen. Selbst der früher weit verbreitete Grasfrosch steht
inzwischen auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Umso wichtiger sind vielfältige Lebensräume,
auch in der Stadt.
Naturgärten schützen
Biodiversität umfasst die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten und die Vielfalt ihrer
Lebensräume. Der Verlust von Lebensräumen ist eine der Hauptursachen für den
Artenrückgang – in Deutschland und weltweit. Deswegen leisten naturnahe Gärten einen
wichtigen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt. Heimische Pflanzen, kleine Gewässer,
offene Bodenstellen, Naturstein und Totholz – all das bietet Insekten, Amphibien, Reptilien
und vielen anderen Tieren Nahrung, Verstecke und Kinderstuben. Naturgärten zeigen, dass
Biodiversität nicht nur in Schutzgebieten entsteht, sondern auch direkt vor der eigenen
Haustür. Je strukturreicher ein Garten ist, desto mehr Tiere und Pflanzen finden darin eine
Heimat.
“In der freien Natur bleibt uns nur das stille Beobachten mit geringer Möglichkeit zur
Einflussnahme. In unseren Gärten und auf anderen von uns betreuten Flächen
gestalten wir selbst. Wir beobachten, ziehen Schlüsse, richten unser Handeln danach“,
sagt Stephanie Stark, Vorstandsmitglied des NaturGarten e.V.
Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten sind naturnah gestaltete Flächen wertvolle
Trittsteine für Tiere und Pflanzen. Sie verbinden Lebensräume miteinander und helfen Arten,
sich in einer zunehmend intensiv genutzten Landschaft zu halten. Mehr als 50
Regionalgruppen des NaturGarten e.V. sind bundesweit regional vor Ort aktiv, um naturnahes
Gärtnern bekannter zu machen.
Der Internationale Tag der Biodiversität erinnert uns daran, dass der Schutz der biologischen
Vielfalt eine gemeinsame Aufgabe ist. Naturgärten zeigen ganz praktisch, wie jeder Mensch
im Alltag dazu beitragen kann: durch heimische Pflanzen, eine strukturreiche Gestaltung –
und den Mut, der Natur wieder mehr Raum zu lassen.