Foto: Martin Valk
Wiesenschnitt, Gemüsereste oder Laub, das wir nicht unter Hecken und Bäumen liegen lassen könnten, bringen wir auf unseren Komposthaufen. Der Komposthaufen steht in der Regel eher schattig, damit die Millionen Helfer ein angenehmes, nicht zu trocknes Arbeitsklima haben. Für die Beschattung sorgt gerne ein Holunder. Er ist eines der wenigen Gehölze, die eine solche Belastung ihres Wurzeltellers ganz problemlos ertragen und denen die sehr gute Nährstoffversorgung ganz recht ist.
Die Anlage eines eigenen Komposthaufens reduziert Abfall und schließt den natürlichen Nährstoffkreislauf im Garten. Bei der Verwendung des eigenen Kompost tragen wir zur Bodenfruchtbarkeit bei. Besonders in unseren Gemüsebeeten liefert er wertvolle Nährstoffe und verbessert die Bodenstruktur. Die Abdeckung der Bodenoberfläche zwischen den Gemüsepflanzen – etwa mit Stroh oder Grasschnitt – verhindert hier das Aufkommen unerwünschter Beikräuter und das zu schnelle Austrocknen.
Für die Verwendung in unseren Wildpflanzenbeeten müssen wir allerdings abwägen: Bringt uns unser eigener Kompost eine zu große Anzahl an Samen mit? Oder wollen wir lieber auf sogenannten Gütegesicherten Kompost zurückgreifen? Dieser wird bei Pflanzungen als „Starthilfe“ in die Pflanzlöcher gegeben oder in Saatbeete oberflächig eingearbeitet. Gerade hier ist es schwierig, wenn zu viele andere, konkurrierende Samen enthalten werden. Im Kompostwerk oder Recyclinghof wird für Gütegesicherten Kompost so heiß kompostiert, dass diese Samen nicht mehr keimfähig sind. Mehr Infos hierzu: https://www.kompost.de/
Nicht zu unterschätzen ist der Komposthaufen als Lebensraum. Seine Wärme wird gerne von Ringelnattern als Eiablageplatz und Winterquartier genutzt. Auch Blindschleichen, Kröten und so manches kleine Säugetier fühlen sich hier wohl. Vögel nutzten das große Nahrungsangebot an Kompostwürmern, Regenwürmern, Tausendfühlern, Asseln, Spinnen, Springschwänzen, Milben und Fadenwürmern, Schnecken und Käferlarven. Die wichtigste Gruppe der Kompost bewohnenden Lebewesen sind Mikroorganismen, Algen, Pilze, Bakterien und Strahlenpilze, die hier fleißig als Destruenten tätig sind. Richten wir ihnen ein gemütliches Heim ein und erfreuen uns an ihrer Arbeit.
Buchtipps:
Das Kompostbuch – Agnes Pahler
Haufenweise Lebensräume – Siegrid Tinz
Foto: Martin Valk
Wiesenschnitt, Gemüsereste oder Laub, das wir nicht unter Hecken und Bäumen liegen lassen könnten, bringen wir auf unseren Komposthaufen. Der Komposthaufen steht in der Regel eher schattig, damit die Millionen Helfer ein angenehmes, nicht zu trocknes Arbeitsklima haben. Für die Beschattung sorgt gerne ein Holunder. Er ist eines der wenigen Gehölze, die eine solche Belastung ihres Wurzeltellers ganz problemlos ertragen und denen die sehr gute Nährstoffversorgung ganz recht ist.
Die Anlage eines eigenen Komposthaufens reduziert Abfall und schließt den natürlichen Nährstoffkreislauf im Garten. Bei der Verwendung des eigenen Kompost tragen wir zur Bodenfruchtbarkeit bei. Besonders in unseren Gemüsebeeten liefert er wertvolle Nährstoffe und verbessert die Bodenstruktur. Die Abdeckung der Bodenoberfläche zwischen den Gemüsepflanzen – etwa mit Stroh oder Grasschnitt – verhindert hier das Aufkommen unerwünschter Beikräuter und das zu schnelle Austrocknen.
Für die Verwendung in unseren Wildpflanzenbeeten müssen wir allerdings abwägen: Bringt uns unser eigener Kompost eine zu große Anzahl an Samen mit? Oder wollen wir lieber auf sogenannten Gütegesicherten Kompost zurückgreifen? Dieser wird bei Pflanzungen als „Starthilfe“ in die Pflanzlöcher gegeben oder in Saatbeete oberflächig eingearbeitet. Gerade hier ist es schwierig, wenn zu viele andere, konkurrierende Samen enthalten werden. Im Kompostwerk oder Recyclinghof wird für Gütegesicherten Kompost so heiß kompostiert, dass diese Samen nicht mehr keimfähig sind. Mehr Infos hierzu: https://www.kompost.de/
Nicht zu unterschätzen ist der Komposthaufen als Lebensraum. Seine Wärme wird gerne von Ringelnattern als Eiablageplatz und Winterquartier genutzt. Auch Blindschleichen, Kröten und so manches kleine Säugetier fühlen sich hier wohl. Vögel nutzten das große Nahrungsangebot an Kompostwürmern, Regenwürmern, Tausendfühlern, Asseln, Spinnen, Springschwänzen, Milben und Fadenwürmern, Schnecken und Käferlarven. Die wichtigste Gruppe der Kompost bewohnenden Lebewesen sind Mikroorganismen, Algen, Pilze, Bakterien und Strahlenpilze, die hier fleißig als Destruenten tätig sind. Richten wir ihnen ein gemütliches Heim ein und erfreuen uns an ihrer Arbeit.
Buchtipps:
Das Kompostbuch – Agnes Pahler
Haufenweise Lebensräume – Siegrid Tinz