Projekt „Sandarium Einschlingen“

Im Rahmen des dritten Bildungsurlaubs „NaturGarten für Einsteiger:innen“ wurde am Freitag 22.05.2026 von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein sog. Sandarium auf dem Gelände der Bildungsstätte Einschlingen angelegt. Als geeigneter Ort wurde die südliche Seite der Biodiversitätssäule vor dem aus der Säule herausragenden Steinhaufen ausgewählt.

Das Sandarium im Naturgarten

Eine große Anzahl von Insekten, davon viele Wildbienen, nisten im Boden. Sie bauen Brutgänge, einzeln oder in Kolonien. Die Brutgänge können bis 50 cm tief reichen. Orte, die sich hierfür eignen, sind offene und unbeschattete Sandflächen mit nur wenig Bewuchs. Sand ist durchlässig und speichert Wärme und zieht auch Eidechsen und andere wärmeliebende Tiere an.

Derartige offene Bodenflächen gibt es nicht mehr viele. Mit dem Bau eines Sandariums kann dieser Lebensraum als Baustein der Biodiversität in den Garten geholt werden.

Materialien

  • Eine vollsonnige, möglichst trockene Fläche, ca. 1 bis 2 m²
  • Ungewaschener Sand (0,5 – 2 mm, z. B. Reitsand). Der Sand darf im trockenen Zustand nicht auseinander fallen, sollte “gebacken” aber auch leicht mit dem Finger zerdrückbar sein)
  • Ggfs. Schotter für eine Dränage bei wenig wasserdruchlässigem Untergrund (Lehm)
  • Ggfs. große flache Steine
  • Dekorative Äste und ggfs. dornige Zweige
  • 5-10 heimische Stauden (Wildblumen) für sonnige, trockene Standorte
  • Komposterde zum Pflanzen der Stauden

Anleitung

  • Bewuchs entfernen.
  • Ausheben des Erdreichs bis 50 cm tief. Das Erdreich kann am nördlichen Rand zu einem flachen Wall aufgehäuft werden oder an eine andere Stelle verbracht werden.
  • Ggfs. Schotter als Dränageschicht einfüllen
  • Sand lagenweise einfüllen, dabei immer wieder etwas festtreten.
  • Sofern vorhanden, einige Steine in der Mitte senkrecht eingraben, so dass sie noch herausschauen.
  • Oberfläche mit kleinen Mulden und Hügeln strukurieren; derartige Flächen werden von den Insekten besonders gern angenommen.
  • Stauden (z.B. Kartäusernelke, Sandthymian) mit etwas Komposterde im Randbereich einpflanzen.
  • Äste und dornige Zweige luftig auf dem Sand verteilen.

Pflege

  • Die Fläche möglichst unberührt halten.
  • Gelegentlich störende Beikräuter entfernen (vorsichtig).
  • Keine Bewässerung (standortgerechte Pflanzen).

Quellen:

Fotos der Aktion:

Eine Woche später

Es sind schon Nistgänge erster Bewohner sichtbar: