Die wilde Karde (Dipsacus fullonum) ist nicht nur die Symbolpflanze unseres Vereins. Sie gehört auch zu den Pflanzen, mit denen Sie zuverlässig Tiere in Ihren Garten locken können. Geben Sie in Ihrem Garten wilden Karden ein Zuhause, kommt zumindest im Herbst und Winter zuverlässig eine quirlige Schar Distelfinken zu Ihnen zu Besuch.
Wissenswertes zu dieser besonderen Pflanze
In unserem Naturschaugarten haben wir dieser stattlichen Pflanze ein extra Beet gewidmet. Mit ihrer Größe von bis zu zwei Metern oder – mit unserem guten Bergischen Lehmboden – darüber hinaus, ist sie ganzjährig eine auffällige Schönheit. Die zweijährige Pflanze bildet in ihrem ersten Jahr nur eine Blattrosette, wobei bereits die Blätter an ihrer Oberseite Stacheln tragen und damit unverwechselbar sind. Ein Verpflanzen ist nur als junge Pflanze einfach, da sie eine tiefe Wurzel bildet. Im zweiten Jahr wächst die Karde dann hoch und blüht. Auch der Stängel trägt Stacheln, trotzdem gehört sie nicht zu den Disteln, sondern – wie ihr Name schon sagt – zu den Kardengewächsen.
Ihre Blätter sind im unteren Bereich des Stängels tütchenförmig zusammengewachsen. In diesen Trichtern sammelt sich bei Regen das Wasser. Die Wissenschaft ist sich darüber unklar, welche Funktion diese Wassersammelbecken bei den sogenannten Zisternenpflanzen erfüllt. Der Name Dipsacus leitet sich jedenfalls vom griechischen Wort dipsa – Durst – ab. Vermutlich tranken an diesen Trichtern nicht nur Vögel, sondern auch die eine oder andere Person auf Wanderschaft.
Die Blüte der Wilden Karde im Hochsommer ist faszinierend. Die Entfaltung der kleinen Körbchenblüten beginnt mittig am stacheligen Blütenkopf und läuft dann in zwei Reihen nach oben und nach unten. Die Blüten werden von vielen Insekten besucht, wobei nur Hummeln und Schmetterlinge mit ihren langen Rüsseln an den Nektar gelangen.
Die Samen reifen ab September und ziehen dann Stieglitze magisch an. Sie tragen auch zur Verbreitung bei, eigentlich ist die Karde aber ein typischer „Tierstreuer“. Die Fruchtstände bleiben mit ihren Stacheln im Fell vorbeiwandernder Tiere hängen, wobei der starke Stängel sich elastisch biegt und mit seiner tiefen Wurzel gut verankert ist. Geht das Tier weiter, löst sich der Fruchtstand, die Pflanze federt zurück und die reifen Samen werden bei dieser schnellen Rückwärtsbewegung weit herausgeschleudert.
Wissenswertes zum Stieglitz
Der Stieglitz (Carduelis carduelis) wird auch Distelfink genannt und ernährt sich von den Samen der Wilden Karde, aber auch von allerlei Sämereien anderer Stauden, Wiesenpflanzen und Bäumen. Der schlanke und bunte Vogel zieht gesellig in kleinen Trupps umher. Er lebt gern in offenen Landschaften mit verschiedenen Sträuchern und Bäumen. So ist er an Waldrändern und Heckenlandschaften, in Streuobstwiesen und nachhaltig bewirtschafteten Weinbergen, alten Parks und Friedhöfen zu finden.
Naturgärten sind im Siedlungsraum für Stieglitze von besonderer Bedeutung. Hier finden sie die richtige Mischung aus einem reichhaltigen Samenangebot von Wildkräutern und einer guten Auswahl an Nistmöglichkeiten. Perfekt sind für den Distelfink Nistplätze in hohen Sträuchern oder in Baumkronen, die schützende Deckung und gleichzeitig einen guten Ausblick bieten. Auch das Material für den Nestbau liefert ein Naturgarten: feine Stängel und biegsame Halme, feine Wurzelstücken, Moos und Pflanzenfasern.
Bieten Sie also in Ihrem Garten nicht nur die Wilde Karde an, lassen Sie auch andere Stauden fruchten, Samen bilden und über den Winter stehen, pflanzen Sie auch höhere heimische Wildsträucher, dann ziehen Stieglitze gerne bei Ihnen ein. Sie brüten häufig in Gruppen von drei bis fünf Paaren und erfreuen uns mit ihrem munteren Wesen das ganze Jahr.
Die wilde Karde (Dipsacus fullonum) ist nicht nur die Symbolpflanze unseres Vereins. Sie gehört auch zu den Pflanzen, mit denen Sie zuverlässig Tiere in Ihren Garten locken können. Geben Sie in Ihrem Garten wilden Karden ein Zuhause, kommt zumindest im Herbst und Winter zuverlässig eine quirlige Schar Distelfinken zu Ihnen zu Besuch.
Wissenswertes zu dieser besonderen Pflanze
In unserem Naturschaugarten haben wir dieser stattlichen Pflanze ein extra Beet gewidmet. Mit ihrer Größe von bis zu zwei Metern oder – mit unserem guten Bergischen Lehmboden – darüber hinaus, ist sie ganzjährig eine auffällige Schönheit. Die zweijährige Pflanze bildet in ihrem ersten Jahr nur eine Blattrosette, wobei bereits die Blätter an ihrer Oberseite Stacheln tragen und damit unverwechselbar sind. Ein Verpflanzen ist nur als junge Pflanze einfach, da sie eine tiefe Wurzel bildet. Im zweiten Jahr wächst die Karde dann hoch und blüht. Auch der Stängel trägt Stacheln, trotzdem gehört sie nicht zu den Disteln, sondern – wie ihr Name schon sagt – zu den Kardengewächsen.
Ihre Blätter sind im unteren Bereich des Stängels tütchenförmig zusammengewachsen. In diesen Trichtern sammelt sich bei Regen das Wasser. Die Wissenschaft ist sich darüber unklar, welche Funktion diese Wassersammelbecken bei den sogenannten Zisternenpflanzen erfüllt. Der Name Dipsacus leitet sich jedenfalls vom griechischen Wort dipsa – Durst – ab. Vermutlich tranken an diesen Trichtern nicht nur Vögel, sondern auch die eine oder andere Person auf Wanderschaft.
Die Blüte der Wilden Karde im Hochsommer ist faszinierend. Die Entfaltung der kleinen Körbchenblüten beginnt mittig am stacheligen Blütenkopf und läuft dann in zwei Reihen nach oben und nach unten. Die Blüten werden von vielen Insekten besucht, wobei nur Hummeln und Schmetterlinge mit ihren langen Rüsseln an den Nektar gelangen.
Die Samen reifen ab September und ziehen dann Stieglitze magisch an. Sie tragen auch zur Verbreitung bei, eigentlich ist die Karde aber ein typischer „Tierstreuer“. Die Fruchtstände bleiben mit ihren Stacheln im Fell vorbeiwandernder Tiere hängen, wobei der starke Stängel sich elastisch biegt und mit seiner tiefen Wurzel gut verankert ist. Geht das Tier weiter, löst sich der Fruchtstand, die Pflanze federt zurück und die reifen Samen werden bei dieser schnellen Rückwärtsbewegung weit herausgeschleudert.
Wissenswertes zum Stieglitz
Der Stieglitz (Carduelis carduelis) wird auch Distelfink genannt und ernährt sich von den Samen der Wilden Karde, aber auch von allerlei Sämereien anderer Stauden, Wiesenpflanzen und Bäumen. Der schlanke und bunte Vogel zieht gesellig in kleinen Trupps umher. Er lebt gern in offenen Landschaften mit verschiedenen Sträuchern und Bäumen. So ist er an Waldrändern und Heckenlandschaften, in Streuobstwiesen und nachhaltig bewirtschafteten Weinbergen, alten Parks und Friedhöfen zu finden.
Naturgärten sind im Siedlungsraum für Stieglitze von besonderer Bedeutung. Hier finden sie die richtige Mischung aus einem reichhaltigen Samenangebot von Wildkräutern und einer guten Auswahl an Nistmöglichkeiten. Perfekt sind für den Distelfink Nistplätze in hohen Sträuchern oder in Baumkronen, die schützende Deckung und gleichzeitig einen guten Ausblick bieten. Auch das Material für den Nestbau liefert ein Naturgarten: feine Stängel und biegsame Halme, feine Wurzelstücken, Moos und Pflanzenfasern.
Bieten Sie also in Ihrem Garten nicht nur die Wilde Karde an, lassen Sie auch andere Stauden fruchten, Samen bilden und über den Winter stehen, pflanzen Sie auch höhere heimische Wildsträucher, dann ziehen Stieglitze gerne bei Ihnen ein. Sie brüten häufig in Gruppen von drei bis fünf Paaren und erfreuen uns mit ihrem munteren Wesen das ganze Jahr.