


{"id":2589,"date":"2024-01-12T10:17:56","date_gmt":"2024-01-12T09:17:56","guid":{"rendered":"https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/?p=2589"},"modified":"2025-10-29T13:41:38","modified_gmt":"2025-10-29T12:41:38","slug":"der-kaeferkeller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/2024\/01\/12\/der-kaeferkeller\/","title":{"rendered":"Der K\u00e4ferkeller"},"content":{"rendered":"<!DOCTYPE html>\n<html><head><meta charset=\"UTF-8\"><\/head><body>\n<p>Richtig gebaut bietet er Entwicklungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r viele K&auml;ferlarven. Man kann die Idee eines K&auml;ferkellers mit einer sehr effektiven Nutzung von Totholz verbinden und so ein echtes Miniaturbiotop einrichten, in dem sich neben K&auml;fern allerlei Organismen fortpflanzen und entwickeln k&ouml;nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Einen Podcast mit Kindern f&uuml;r Kinder und kurzen Schritt-f&uuml;r-Schritt-Anleitungen findet ihr <a href=\"https:\/\/naturgarten.org\/blog\/2024\/11\/03\/heute-bauen-wir-einen-kaeferkeller-episode-7\/\" title=\"Infos zu K&auml;ferkeller\" aria-label=\"Infos zu K&auml;ferkeller auf naturgarten.org &ouml;ffnen\">hier<\/a>, ausf&uuml;hrliche Informationen im nachstehenden Artikel:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was braucht man? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zun&auml;chst einmal braucht man nat&uuml;rlich Totholz. Am besten dickere oder dicke St&auml;mme oder &Auml;ste. St&auml;mme mit einem Durchmesser von mehr als 30 cm und einer L&auml;nge von ca. einem Meter oder mehr kann man sogar einzeln verwenden. Laubholz ist besser als Nadelholz, weil darin die Artenvielfalt h&ouml;her ist. Aber manchmal regelt das schlicht die Verf&uuml;gbarkeit. Hat man nur Astwerk zur Verf&uuml;gung, sollte das nicht unter 10 cm Durchmesser sein. St&uuml;cke, die deutlich k&uuml;rzer als einen Meter sind, legt man sp&auml;ter zu zweit oder dritt hintereinander ab. Des Weiteren braucht man Kompost oder Holzh&auml;cksel, gerne auch eine Mischung von beidem. Grasschnitt oder frische Pflanzenteile sind weniger gut geeignet. Geschredderter Baum- und Strauchbeschnitt tut es nat&uuml;rlich auch. Ein Spaten und ggf. eine S&auml;ge und ein gr&ouml;&szlig;erer Hammer ist alles an Werkzeug, was man braucht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie geht das nun? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um eine Vorstellung zu haben, wie es sp&auml;ter mal aussehen soll kann man sich die Stapel Brennholz vorstellen, die man nach Forstarbeiten oft am Wegesrand aufgeschichtet liegen sieht. Nur halt im Miniaturformat und &bdquo;verfeinert&ldquo;. Einen solchen Miniaturstapel wollen wir nun teilweise &bdquo;beerdigen&ldquo;. <\/p>\n\n\n\n<p>Zun&auml;chst brauchen wir eine Grube. L&auml;nge und Breite der Grube richtet sich nach der Menge an Totholz, die zur Verf&uuml;gung steht und nach dessen Abmessungen. Wenn man das schlecht einsch&auml;tzen kann, sollte man das Holz zun&auml;chst neben der sp&auml;teren Grube aufschichten. Es sollten bei d&uuml;nneren St&auml;mmen oder &Auml;sten mindestens sechs bis sieben Lagen sein. Bei dickeren St&auml;mmen drei oder vier. Hier gilt bei allem, je gr&ouml;&szlig;er und dicker, je besser. Pi mal Daumen sollte sich sp&auml;ter ca. ein Viertel des Stapels in der Grube befinden, drei Viertel &uuml;ber der Oberfl&auml;che. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach M&ouml;glichkeit sollte der Stapel im Profil nicht dreieckig sein, sondern rechteckig. Da die St&auml;mme von selbst so nicht halten, schl&auml;gt man rechts und links jeweils zwei stabile &Auml;ste als St&uuml;tze ein. Die Grube sollte allseitig ca. 15 &ndash; 20 cm l&auml;nger und breiter sein als der Holzstapel. Die Tiefe der Grube soll etwa 50 cm betragen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die Schwerarbeit erledigt und die Grube ausgehoben ist, f&uuml;llt man sie bis ca. zur H&auml;lfte mit dem H&auml;ckselmaterial oder Kompost auf. Dann beginnt man den Stapel in der Grube so aufzuschichten, wie man ihn vorher probeweise errichtet hat. Bei unterschiedlich dickem Material kommen die dicksten St&auml;mme nach unten. Zur Grubenwand bleibt dabei immer ein Abstand. Die L&uuml;cke zwischen Grubenwand und Holz f&uuml;llt man ebenfalls zur H&auml;lfte mit H&auml;ckselmaterial oder Kompost auf. Den Rest verf&uuml;llt man mit dem Aushub der Grube. <\/p>\n\n\n\n<p>Da man immer zu viel Aushub hat, kann man einen weiteren Teil davon rund um den Stapel bis zu einer H&ouml;he von ca. 20 cm schr&auml;g, oder ihn an der Sonnenseite bis ca. zur H&auml;lfte und einer der Menge entsprechenden L&auml;nge anh&auml;ufen. So schafft man gleichzeitig noch Brutm&ouml;glichkeiten f&uuml;r erdnistende Wildbienen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was braucht es denn jetzt noch? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unbedingt erforderlich ist Feuchtigkeit. Die zieht das Holz aus der Grube, man muss also nicht gie&szlig;en. Aber man sollte so eine Grube nicht in der Vollsonne errichten. Halbschatten oder Schatten ist angesagt. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine Bepflanzung an der Sonnenseite mit Stauden oder halbhohen Kr&auml;utern <a href=\"https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/2021\/03\/30\/der-kraeutersaum\/\" title=\"Infos zum Kr&auml;utersaum\" aria-label=\"Infos zum Kr&auml;utersaum auf naturgarten.org &ouml;ffnen\">wie z.B. einem Wildblumensaum<\/a> spendet Schatten und hilft, die Feuchte zu erhalten. Liegt der K&auml;ferkeller ganz im Schatten eignen sich <a href=\"https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/2021\/03\/30\/das-schattenbeet\/\" title=\"Link mit Infos zu dekorative Schattenstauden\" aria-label=\"Link mit Infos zu dekorative Schattenstauden auf naturgarten.org &ouml;ffnen\">dekorative Schattenstauden<\/a>. Schling- und Kletterpflanzen sollte man nicht verwenden, denn der Stapel an sich sollte frei bleiben. <\/p>\n\n\n\n<p>Feuchtigkeit ist sehr wichtig, denn sie hilft beim Prozess des Vermoderns. Und Vermodern ist eigentlich nichts anderes als der Abbau des Holzes durch alle m&ouml;glichen Organismen. Pilze, Bakterien, Mikroorganismen, Asseln, Insekten und deren Larven bauen das Holz langsam ab. Das ist Zeugnis daf&uuml;r, dass die Sache funktioniert. Durch den Aufbau des Stapels und das teilweise Eingraben erzeugt man darin unterschiedliche Vermoderungstadien und jedes Stadium hat seine eigenen Spezialisten. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und nun? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nun muss man eigentlich nichts mehr machen au&szlig;er Beobachten. Dabei muss man bedenken, dass so ein Stapel &bdquo;reifen&ldquo; muss. In den ersten zwei, drei Jahren wird der Prozess nur langsam vorangehen, also nicht ungeduldig werden. Es werden mit der Zeit die unterschiedlichsten Pilze erscheinen, die wiederum Nahrung f&uuml;r Spezialisten sind und helfen, das Holz f&uuml;r andere Organismen aufzuschlie&szlig;en. Man wird, sofern man zur richtigen Zeit, mit der n&ouml;tigen Geduld und ein bisschen Gl&uuml;ck vor Ort ist z.B. Bockk&auml;fer, Nashornk&auml;fer, Rosenk&auml;fer und Holzwespen beobachten, die dort schl&uuml;pfen oder f&uuml;r Nachwuchs sorgen. Hat man dicke Eichenst&auml;mme zur Verf&uuml;gung, kann das sogar den Hirschk&auml;fer dazu bewegen, dort seine Eier abzulegen. Das meiste aber wird geheim bleiben, wird sich im Inneren des Stapels abspielen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Einzige, was man alle zwei, drei Jahre kontrollieren muss, sind die &Auml;ste, die man seitlich des Stapels zu dessen Stabilit&auml;t eingeschlagen hat. Die vermodern nat&uuml;rlich auch und wenn sie wegbrechen, kann der Stapel die Form verlieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Nat&uuml;rlich hat nicht jeder die M&ouml;glichkeit so etwas in genau der geschilderten Form zu errichten. Man kann da je nach Verf&uuml;gbarkeit und Platz durchaus variieren. Auch kleine K&auml;ferkeller sind viel besser als keine!<\/p>\n\n\n\n<p>Autor: Ralf Dahlh&auml;user (leicht gek&uuml;rzt)<\/p>\n<\/body><\/html><script>\r\n              jQuery(document).ready(function(){\r\n                jQuery(\"a.btn-iframe-link\").each(function(){\r\n                        jQuery(this).bind(\"click\",function(){\r\n                              event.preventDefault();\r\n                                          \r\n                                jQuery(this).parent().parent().css(\"min-height\",\"500px\");\r\n                               jQuery(this).parent().parent().html(\"<iframe src=\\\"\"+jQuery(this).attr(\"btn_iframe_link\")+\"\\\" style=\\\"border: 0;min-height:500px;\\\" frameBorder=\\\"0\\\"  width=\\\"100%\\\"><\/iframe>\");\r\n                        });\r\n                   \r\n                });\r\n                jQuery(\"a.btn-text-link\").each(function(){\r\n                            jQuery(\"a.btn-text-link\").unbind(\"click\").bind(\"click\",function(){\r\n                                    var text_link = jQuery(this).attr(\"text-link\");\r\n                                     jQuery(\"body\").append(\"<div class=\\\"modal fade in\\\" id=\\\"youtube_text_link\\\" tabindex=\\\"-1\\\" role=\\\"dialog\\\" aria-labelledby=\\\"myModalLabel\\\" style=\\\"overflow-y: scroll; 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