


{"id":2105,"date":"2023-03-10T09:17:10","date_gmt":"2023-03-10T08:17:10","guid":{"rendered":"https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/?p=2105"},"modified":"2025-10-29T13:48:39","modified_gmt":"2025-10-29T12:48:39","slug":"sandflaeche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/2023\/03\/10\/sandflaeche\/","title":{"rendered":"Das Sandarium"},"content":{"rendered":"<!DOCTYPE html>\n<html><head><meta charset=\"UTF-8\"><\/head><body>\n<p>50&thinsp;% der Wildbienenarten nisten im Erdboden. Rechnet man die Kuckucksbienen der bodennistenden Bienen hinzu, so entwickeln sich die Larven von 75&thinsp;% der Bienenarten im Boden. Insbesondere trockene, vegetationsarme und sonnenbeschienene Sandfl&auml;chen sind f&uuml;r eine Vielzahl an Bienenarten lebensnotwendige Niststrukturen. Oft reicht es, l&uuml;ckig bewachsene oder vegetationsfreie Bodenfl&auml;chen zu schaffen oder zu erhalten. Unbefestigte Wege und auch gepflasterte Fl&auml;chen auf sandigem Untergrund sind oft ein wertvoller Nistplatz f&uuml;r Wildbienen. Leider wird seit einigen Jahren unterhalb von Pflasterfl&auml;chen oft Schotter oder Splitt eingebracht. Ein solcher Unterbau ist f&uuml;r Bienen undurchdringlich und verhindert deren Ansiedlung. Auch sehr enge Fugen verhindern die Besiedlung durch Wildbienen. G&uuml;nstig f&uuml;r Bodennister sind Fugenbreiten von 5 bis 8 mm. Die schl&uuml;pfenden Wildbienen benutzen nicht den Gang, den ihre Mutter gegraben hatte. Jede Biene gr&auml;bt sich von ihrer Brutzelle aus senkrecht nach oben. Bei gro&szlig;en Platten (und schmalen Fugen) kann es passieren, dass die Tiere keinen Ausgang finden und sterben. Daher sind kleinere Pflastersteine sinnvoll. Im Winter sollten von Wildbienen und Grabwespen besiedelte Fl&auml;chen nicht mit Streusalz behandelt werden, da Salz die Insekten im Boden zerfressen kann.<br><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"497\" data-id=\"2110\" src=\"https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sf_2-1024x497.jpg\" alt=\"Sandfl&auml;che I\" class=\"wp-image-2110\" srcset=\"https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sf_2-1024x497.jpg 1024w, https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sf_2-300x146.jpg 300w, https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sf_2-768x373.jpg 768w, https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sf_2.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"497\" data-id=\"2108\" src=\"https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sandflaeche-1024x497.jpg\" alt=\"Sandfl&auml;che II\" class=\"wp-image-2108\" srcset=\"https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sandflaeche-1024x497.jpg 1024w, https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sandflaeche-300x146.jpg 300w, https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sandflaeche-768x373.jpg 768w, https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sandflaeche.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"911\" height=\"1024\" data-id=\"2107\" src=\"https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sandflaeche_insekt-911x1024.jpg\" alt=\"Wildbienen im Sand\" class=\"wp-image-2107\" srcset=\"https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sandflaeche_insekt-911x1024.jpg 911w, https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sandflaeche_insekt-267x300.jpg 267w, https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sandflaeche_insekt-768x864.jpg 768w, https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sandflaeche_insekt-614x690.jpg 614w, https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/sandflaeche_insekt.jpg 1067w\" sizes=\"auto, (max-width: 911px) 100vw, 911px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"497\" data-id=\"2106\" src=\"https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/blick_in_den_sandgarten_sf-1024x497.jpg\" alt=\"Weg durch Wildblumengarten\" class=\"wp-image-2106\" srcset=\"https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/blick_in_den_sandgarten_sf-1024x497.jpg 1024w, https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/blick_in_den_sandgarten_sf-300x146.jpg 300w, https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/blick_in_den_sandgarten_sf-768x373.jpg 768w, https:\/\/naturgarten.org\/wissen\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2023\/03\/blick_in_den_sandgarten_sf.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Trockene, vegetationsarme und sonnenbeschienene Sandfl&auml;chen k&ouml;nnen auch angelegt werden. Eine solche Niststruktur wird &bdquo;Sandarium&ldquo; oder &bdquo;Arenarium&ldquo; genannt. Als Standort sollte ein m&ouml;glichst vollsonniger Platz gew&auml;hlt werden. Einige Wildbienenarten besiedeln schon Blument&ouml;pfe, aber viele der Bodennister ignorieren sandige Fl&auml;chen unter 0,5 m&sup2;. Je gr&ouml;&szlig;er die Fl&auml;che, desto attraktiver ist sie f&uuml;r viele der bodennistenden Bienen, von denen etliche Arten gerne in Kolonien leben. Da einige Bienenarten ihre Nester bis zu 50 cm tief im Boden bauen, sollte die Tiefe des sandigen Bodens auch mindestens 50 cm betragen. In der Regel ist es einfacher, den Sand auf dem vorhandenen Boden aufzubringen (Hochbeet) als eine Grube auszuheben und darin Sand einzuf&uuml;llen. Beim Hochbeet ist es wichtig, die vorhandene Vegetation vor dem Ausbringen des Sandes auszugraben. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Pflanzen durch den Sand hindurch wachsen. Bei lehmigem oder tonigem Boden sowie bei hohem Grundwasserstand ist ein in einer Grube angelegtes Sandarium kritisch. Bei Starkregen besteht die Gefahr, dass dort vor&uuml;bergehend ein Sumpfbeet entsteht. An solchen Standorten bietet sich ein Sandhochbeet an. Es kann &auml;hnlich wie ein Gem&uuml;sehochbeet mit Holzbalken oder mit Trockenmauern eingefasst werden. Bei Sandhochbeeten lassen sich die Besiedler gut vom Rand aus beobachten, ohne die Sandfl&auml;che betreten zu m&uuml;ssen. Die Oberfl&auml;che eines Sandariums kann als flacher H&uuml;gel oder auch flach gestaltet werden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Humusgehalt, Bodendichte und Bodenfeuchtigkeit f&uuml;r die Nistplatzwahl von Bodennistern von hoher Bedeutung sind. Die gr&ouml;&szlig;te Artenvielfalt ist bei Feinsand zu erwarten. Hierbei handelt es sich um sehr feinen, reinen Quarzsand mit einer Korngr&ouml;&szlig;e zwischen 0,063 und 0,25 mm; wie bei Mehl sind die K&ouml;rnchen mit blo&szlig;em Auge gerade noch erkennbar. Falls der Baustoffhandel keinen &bdquo;Feinsand&ldquo; kennt, kann auch &bdquo;Reitsand&ldquo; ohne Zusatzstoffe verwendet werden (Reitsand ist zumeist Feinsand). Der Sand sollte in ca. 15 cm dicken Schichten aufgetragen und anschlie&szlig;end durch Begehen verdichtet werden. Durch die geringe Korngr&ouml;&szlig;e entsteht so ein kompaktes Substrat, das den Bienen das Graben erleichtert und das eine bessere W&auml;rmeleitf&auml;higkeit als lockerer Boden besitzt. In lockeren, rieseligen Sandb&ouml;den (Sandkasten und Spielplatzsand) nisten nur wenige Wildbienen. Bausand\/Mauersand ist ebenfalls ungeeignet, da die groben, eckigen K&ouml;rner wie eine Feile wirken und die Beine und Mandibeln der Bienen beim Graben sch&auml;digen. Eine Zugabe von Lehm ist bei Verwendung von Feinsand unn&ouml;tig. Lehmiger Boden neigt zu Staun&auml;sse und wird bei Trockenheit sehr hart. Nur wenige Bienenarten nisten in Lehm- oder Tonb&ouml;den.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Quelle:<\/strong> <em>Volker Fockenberg, Natur&amp;Garten 4\/2022<\/em><\/p>\n<\/body><\/html><script>\r\n              jQuery(document).ready(function(){\r\n                jQuery(\"a.btn-iframe-link\").each(function(){\r\n                        jQuery(this).bind(\"click\",function(){\r\n                              event.preventDefault();\r\n                                          \r\n                                jQuery(this).parent().parent().css(\"min-height\",\"500px\");\r\n                               jQuery(this).parent().parent().html(\"<iframe src=\\\"\"+jQuery(this).attr(\"btn_iframe_link\")+\"\\\" style=\\\"border: 0;min-height:500px;\\\" frameBorder=\\\"0\\\"  width=\\\"100%\\\"><\/iframe>\");\r\n                        });\r\n                   \r\n                });\r\n                jQuery(\"a.btn-text-link\").each(function(){\r\n                            jQuery(\"a.btn-text-link\").unbind(\"click\").bind(\"click\",function(){\r\n                                    var text_link = jQuery(this).attr(\"text-link\");\r\n                                     jQuery(\"body\").append(\"<div class=\\\"modal fade in\\\" id=\\\"youtube_text_link\\\" tabindex=\\\"-1\\\" role=\\\"dialog\\\" aria-labelledby=\\\"myModalLabel\\\" style=\\\"overflow-y: scroll; 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